Malta, Gozo und Comino
Mitte März 07 haben wir unser Winterlager in Siracusa verlassen. Für die 100 Seemeilen nach Malta benötigten wir genau eine Woche. Stürmische Winde hielten uns am Capo dei Correnti fest.
Die Einfahrt unterhalb der Festungen von Valletta in den Msida Creek ist erhaben.
Dass sich Sultan Saladin und später die Nazis die Zähne am Bollwerk ausgebissen haben, ist leicht zu verstehen. Die strategische Lage der Insel im Mittelpunkt des Mittelmeers ist eminent. Hier gibt es keinen Fluss und keine Bäche und anstelle von Wäldern und Feldern; Steinhaufen. Weite Abschnitte der Küsten sind trutzig und schlecht geschützt. Wer zum Teufel will hier wohnen?
Verwöhnt von der üppigen Schönheit Siziliens kommen wir an in der wichtigsten Festung des Christlichen Abendlandes im Mittelmeer.
Erhaben und edel waren die Ideen des Johanniter Ordens, sich um die Verwundeten und Kranken Ritter der Kreuzzüge in Jerusalem zu kümmern.
Hier in Malta fanden sie nach dem Falle der heiligen Stadt und dem Falle von Rhodos einen letzten Unterschlupf. Hier liessen sie sich nieder, befestigten die Stadt und bauten ein Spital. Die pflegerischen Konzepte waren fürs späte Mittelalter vom Feinsten.
Unsere Bewunderung für die Leistungen der Johanniter wird geschmälert beim Besuch der Kathedrale von Valletta. In schlichtem Normannischen Stil erbaut erscheint sie von aussen bescheiden. Jäh ändert sich das Bild beim Eintreten. Aus dem Edelsten ist das Interieur gebaut. Die kunsthandwerklichen Verzierungen in Edlehölzern, Marmor, Halbedelsteinen, Silber und Perlmutter kleiden die Kirche aus bis zum hintersten Winkel.
Beim näheren Betrachten ist zu sehen: „Wau,- wir sind in einer Bauchnabelschau“. Die ganze Kirche ist ein riesiger Teich des Selbstlobes. Jeder Grossmeister des Johanniterordens hat zu Lebzeiten dafür gesorgt, dass seine Grabplatte von seinem uneingeschränkten Edelmut und tiefer Gläubigkeit berichtet.
Malta ist für Langzeitsegler eine interessante Destination. Rund um Valletta bieten der Grand Harbour und Msida Creek Liegeplätze für mehr als 1000 Yachten aller Längen. Die Preise sind vernünftig und die Serviceangebote vielseitig. Neben Maltesisch ist Englisch die offizielle zweite Landessprache und das erleichtert die Kommunikation erheblich. Der öffentliche Verkehr ist gut ausgebaut und günstig.
Odysseus hat es nach Gozo getrieben, wo er in den Armen der Calypso den Rest der Welt für eine ganze Weile vergiess. Gozo ist hübsch. Nette kleine Sandstrände, verträumte Buchten, attraktive kleine Städtchen und Dörfer laden zum Verweilen. Wir könnten hier leicht für einige Wochen oder Monate rumhängen.
Am Ramla Bay haben wir meinen fünfzigsten Geburtstag gefeiert. Wild romantisch mit einem Feuer am einsamen Sandstrand.
Comino liegt zwischen Malta und Gozo. Die grosse Attraktion ist die „blue Laguna“, ein Ankerplatz mit glasklarem Wasser. Römische Ruinen wollen entdeckt werden. Und das „süsse Nichtstun“ scheint genau auf dieser kleinen Insel daheim zu sein.
Malta, Gozo und Comino sind immer eine Reise wert.
Donnerstag, 10. Mai 2007
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2 Kommentare:
We still need a translator but we are enjoying the picture. The bread looked good not sure about the chef!...
Still in Gozo, we are sailing to Malta again tomorrow to have the SSB refitted. The transmitting mother board was faulty and we have to have a new one from UK. Hope it will now work and we should be able to speak to you on the Med, Net - We were a bit depressed having paid £1725 for the radio and it did not work. Still Icom have replaced it free of charge and is paying for some work.
We are planning to cast off from Gozo on 31st May - Watch this space......
guten Start
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